In einem der gefährlichsten Länder der Welt

Mit über 80 Tötungsdelikten pro 100 000 Einwohner pro Jahr gehört El Salvador zu den Ländern mit den höchsten Mordraten weltweit. In den Armenvierteln von El Salvador wachsen Kinder und Jugendliche wie Daniel José López Huezo inmitten von Gewalt und Drogenkriminalität auf. Mit Freizeit- und Bildungsprogrammen bietet das Rote Kreuz eine Alternative zur Strasse und schützt sie vor dem Abrutschen in die Kriminalität.

Mein Leben veränderte sich radikal. Heute weiss ich, dass ich etwas erreichen kann, ich habe Ziele, auf die ich hinarbeite.

Die ganze Geschichte

Daniel José López Huezo lebt mit seiner Grossmutter und acht weiteren Verwandten in einem kleinen Haus, welches aus einem Zimmer besteht. Er hat seinen Schulabschluss nachgeholt und ist heute in der Ausbildung zum Pflegefachmann. Als Vater des einjährigen Beni schaut Daniel heute zuversichtlich in die Zukunft. Das war nicht immer so. Wie viele Jugendliche, die in El Salvador aufwachsen, hatte Daniel Schwierigkeiten, sich, umgeben von Armut und Gewalt, auf die wesentlichen Dinge im Leben zu fokussieren. Daniels Mutter ist gestorben als er noch klein war, der Vater war arbeitslos und kein Vorbild für Daniel. So kam es, dass Daniel mit zwölf die Schule abgebrochen hat und auf dem besten Weg war, auf die schiefe Bahn zu geraten. In El Salvador regieren die Marras, kriminelle Banden. Sie terrorisieren die Bevölkerung und rekrutieren Jugendliche und Kinder für das Geschäft mit den Drogen.

Mit Hilfe des Roten Kreuzes konnte Daniel den Schulabschluss nachholen und ist heute in der Ausbildung zum Pflegefachmann. Seine Leidenschaft ist die Musik und er setzt sich dafür ein, dass andere Jugendliche ihre Freizeit fernab der Strassen verbringen können. Zusammen mit anderen Freiwilligen unterstützt er Projekte des Roten Kreuzes wie den Bau eines Spielplatzes und eines Skateparkes, um anderen Jugendlichen zu helfen und ihnen eine Perspektive zu geben.
Heute hat Daniel eine Chance auf ein Leben jenseits von Kriminalität und Gewalt.

Nemo in El Salvador

Nemo, Musiker aus Biel hat die Arbeit des Roten Kreuzes in El Salvador besucht. Hier hat er von Daniel José erfahren, wie schwierig es ist in einer Stadt die von Armut und Gewalt dominiert ist, aufzuwachsen. Und wie wichtig es ist, dass das Rote Kreuz hier mit Bildungs- und Freizeitprogrammen hilft, neue Perspektiven zu schaffen.

Ich werde die Begegnung mit Daniel nie vergessen. Er hat so einen starken Impuls etwas zu verändern.

Das Rote Kreuz in
El Salvador

El Salvador, das kleinste Land Mittelamerikas, ist dicht besiedelt. 6,4 Millionen Menschen leben auf einer Fläche, welche halb so gross ist wie die Schweiz. Naturkatastrophen wie Tsunamis, Erdbeben und Vulkanausbrüche sind eine ständige Bedrohung für die Menschen, die hier leben. 95,4 Prozent leben in Gefahrenzonen. Die Hauptstadt San Salvador wurde in hügeligem Gelände im tropischen Regenwald erbaut. Reiche, sichere Quartiere grenzen an Elendsviertel, in denen extreme Gewalt herrscht. Hier engagiert sich das Schweizerische Rote Kreuz in der Gewaltprävention und fördert den sozialen Zusammenhalt, um den Teufelskreis der Gewalt zu durchbrechen. Es besetzt den öffentlichen Raum und schafft Begegnungsorte wie einen Spielplatz für die Kinder, ein Gemeinschaftszentrum oder einen Skatepark.

Das Schweizerische Rote Kreuz weltweit

Das Rote Kreuz bleibt, auch wenn niemand mehr hinschaut. In rund 30 Ländern leistet das SRK Auslandhilfe zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung und unterstützt die Katastrophenvorsorge.

Ich bin Fan vom Roten Kreuz. Dank ihm habe ich eine neue Perspektive im Leben.

Daniel José López Huezo (21), El Salvador

Gewaltprävention, Bildungs- und Freizeitprogramme

In den gefährlichsten Städten der Welt beherrschen bewaffnete Banden die Quartiere, treiben Schutzgelder ein und terrorisieren die Bevölkerung. Jedes Jahr treiben Gewalt und Armut hunderttausende Jugendliche in die Arme krimineller Banden, den Grossteil
davon in Lateinamerika und Afrika. Mit Bildungs- und Freizeitprogrammen stärkt das Schweizerische Rote Kreuz junge Menschen in diesem schwierigen Umfeld.

Ich bin Fan vom Roten Kreuz. Dank ihm habe ich sauberes Trinkwasser und bleibe gesund.

Vatsana Vilaivone (12), Laos

Wasser und Hygiene

In ländlichen Gebieten armer Länder sind die Menschen oft gezwungen Wasser aus schmutzigen Tümpeln und Flüssen zu trinken. Mit oftmals tödlichen Folgen: Alle 20 Sekunden stirbt ein Kind an den Folgen von Krankheiten aufgrund von verschmutztem oder unsauberem Wasser. Das Rote Kreuz setzt sich deshalb im Rahmen seiner Gesundheitsprogramme für sauberes Trinkwasser und Hygiene ein.

Ich bin Fan vom Roten Kreuz. Dank im konnte mein Kind gesund zur Welt kommen.

Natalie (19) und Massama (1) Mayabe, Togo

Gesundheit

Infektionskrankheiten wie Tuberkulose, Malaria und HIV/Aids bedrohen das Leben unzähliger Menschen der südlichen Hemisphäre: Jährlich sterben fast vie Milionen Menschen daran. Im Zentrum der Auslandarbeit des Roten Kreuzes steht die Förderung der Gesundheit besonders benachteiligter Bevölkerungsgruppen, vor allem von Frauen und Kindern.

Ich bin Fan vom Roten Kreuz. Dank ihm habe ich wieder ein Dach über dem Kopf

Rosius Fleuranvil (86), Haiti

Katastropenvorsorge und -bewältigung

Naturkatastrophen wirken sich besonders für die ärmere Bevölkerung in Entwicklungsländern immer drastischer aus. Jährlich werden 200 Millionen Menschen Opfer von Naturkatastrophen und brauchen Hilfe. Angesichts der klimabedingten Zunahme von Extremereignissen verstärkt das Rote Kreuz die weltweite Katastrophenvorbereitung und -vorsorge.

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