Silvina Simao Valente besucht Frau Marinelli jeden Mittwochvormittag und die beiden lachen viel zusammen.
Silvina Simao Valente besucht Frau Marinelli jeden Mittwochvormittag und die beiden lachen viel zusammen.

Silvina Simao Valente wollte «hier» etwas bewirken – und fand es beim Besuchs- und Begleitdienst des Waadtländischen Roten Kreuzes. Der Zufall wollte es, dass sie eine Person besuchen darf, mit der sie sich stark verbunden fühlt. Sie schenkt Frau Marinelli gemeinsame Stunden und freut sich über die gegenseitigen bereichernden Momente.

«Ich habe nicht viel Geld, aber was kann ich geben? Ich kann Zeit schenken, auch sie hat einen Wert.»

Möchten auch Sie Gutes tun?

Erfahren Sie, welche Fügung Silvina erfahren durfte

Interview als Text lesen.

Was hat dich dazu bewegt, dich für das Schweizerische Rote Kreuz zu engagieren?

Anfang Jahr war ich in Athen und traf dort einen Freund, den ich sehr lange nicht mehr gesehen hatte. Er erzählte mir, dass er als Freiwilliger für eine NGO arbeitet. Er betreute Flüchtlinge, all die geflüchteten Menschen, die damals in Athen eintrafen. Das beeindruckte mich sehr und ich sagte mir: Auch ich muss unbedingt etwas tun. Ich muss helfen, mehr als bisher schon. Bei meiner Rückkehr sagte ich mir: Ich kann nicht so weit reisen, ich kann nicht weggehen. Aber vielleicht könnte ich hier etwas tun. Im Internet sah ich, dass das Rote Kreuz [Freiwillige] suchte. Und da stellte ich mich einfach zur Verfügung.

Was motiviert dich an deiner Freiwilligenarbeit beim Besuchs- und Begleitdienst des Roten Kreuzes?

Vor allem die Begegnungen mit anderen Menschen, mit ganz unterschiedlichen Menschen. Und dass ich mich unentgeltlich engagieren kann: Ich erhalte nichts. Ich mache das aus Mitmenschlichkeit und um zu helfen. Ich finde das wichtig. Man muss unbedingt so etwas tun. Ich habe nicht viel Geld, aber was kann ich geben? Ich kann Zeit schenken, auch sie hat einen Wert.

Hattest du ein eindrückliches Erlebnis im Zusammenhang mit deinem Engagement?

Die Dame, die ich begleite, spricht nur einen Dialekt aus Süditalien, aus den Abruzzen. Als wir uns unterhielten, stellte sich heraus, dass sie aus dem Ort stammt, in dem ich als junge Erwachsene immer in den Ferien war. So entstand sehr rasch eine grosse Verbundenheit. Ich fand es sehr berührend, wieder diesen Dialekt zu hören und mit ihr in diesem Dialekt zu kommunizieren. Und schliesslich alles zu verstehen, was sie zu mir sagt. Ohne meine frühere Erfahrung wäre das nicht möglich gewesen. Ich mag solche Fügungen, solche unglaublichen Zufälle im Leben.

Was möchtest du persönlich mit diesem öffentlichen Statement erreichen?

Gerne möchte ich alle auffordern, sich zu engagieren, denn das tut gut. Es ist auch sehr beglückend, andere Menschen zu besuchen, sich mit ihnen auszutauschen und sich sagen zu können: Ich helfe. Helfen tut auch uns gut. Nicht nur wir geben. Die Menschen, die wir unterstützen, geben auch uns etwas.

Deshalb: Engagieren Sie sich!

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